Mal wieder richtig atmen.

Mal wieder richtig atmen.

Die Funktion der Lunge ist ein Automatismus unseres Körpers.

Wir müssen nicht darüber nachdenken, es passiert von ganz allein.

Doch was bedeutet es „mal wieder richtig“ zu atmen?
Für mich ist das die Luft, die durch den Körper und den Geist rauscht. Die jede Zelle in mir erfüllt.

Jedem bisschen Gefühl in mir stärke verleiht. Stärke um all das rauszulassen, was in mir geschlummert hat. All das aufzusaugen, was mir fehlt. Mit was ich weiter machen kann. Wodurch ich wachsen kann. 

Mal wieder richtig atmen bedeutet alle last abzuschütteln, durch jeden Atemzug so viel Luft in den Lungen zu haben, um für die ganze Welt brüllen zu können.

Atmen um all die unausgesprochenen Dinge endlich sagen zu können. 

Sich endlich trauen die Dinge zu tun, für welche einen davor der Mut verlassen hat.

Atmen um endlich wieder frei zu sein.

zu sein.

Zu sein.
Alleine sein, für sich zu sein, trotzdem vollkommen zu sein.

Abschied nehmen, los lassen. So lange, bis Erinnerungen keine schmerzen mehr zufügen.

Dinge verkraften und verarbeiten ist völlig normal.

Ist wichtig.

Das macht jeder von uns.

Sich verletzen lassen, danach wieder aufstehen. Traurig sein. Angst haben.

Genau das macht uns doch menschlich, oder ?
Genau das macht uns zu dem, was wir sind. Was es heißt „zu sein“.

Sich gegenseitig an die Hand nehmen.

Nicht alleine all die Berge bezwingen müssen.

Sich nicht alleine heilen müssen.

Alles was kaputt geht, kann repariert werden.

Bei manchen braucht es bloß etwas mehr.

Etwas mehr Zeit, etwas mehr Kleber oder andere Ersatzteile.

Was man selbst braucht?
Mut. Mut um anzufangen.

Mut.

Mut die Dinge zu verändern. 

Mut ist der kleine Funke in dir, der so vieles verändern kann, der so vieles verändern will. 

Mut bedeutet raus zu kommen, raus aus sich selbst.

Die Dinge aus anderen Winkeln zu sehen, über seinen Tellerrand hinaus blicken, trotz Sonne sich auf den Regen freuen. 

Sich auf den Nervenkitzel freuen, zu wissen, man kann aufgeregt sein, es passiert etwas neues.

Nicht zu wissen wie es ist, es trotzdem zu tun. Das ist Mut. 

Den Mut belohnt zu bekommen. 

Dir kann nichts passieren. Egal wie weit du kletterst, du kannst nicht fallen. 

Nimm es an die Hand und renn einfach drauf los. Nicht los lassen.

Nur zurück schauen, um zu sehen, wie weit man schon gekommen ist. 

Mach deinen Kopf aus und verlass dich auf deinen Bauch.

Lass ihn fühlen und wahrnehmen, was wirklich in dir passiert.

Dein Kopf ist nur ein kleiner Funke, der dir all die Dinge sagt, weshalb dich dein Mut verlassen sollte. 

Liebe dich, verlasse dich auf dich selbst. 

Du wirst nicht fallen. 

Wachsen

Wir fangen klein an, wachsen jeden Tag an unseren Herausforderungen, wachsen an unseren Stärken, wachsen an unseren Schwächen.

Wachsen durch Verluste, wachsen durch Schmerz, wachsen durch Ängste.

Wir fallen und fallen, werden niedergerissen, stehen wieder auf und müssen weiter gehen.

Es muss weiter gehen. Liegen bleiben ist keine Option wenn du überleben willst.

Stehst du auf ? Läufst du mit dem Strohm oder drehst du dich in die andere Richtung und rennst einfach darauf los.

Entscheidungen, die du alleine treffen musst, die du am Ende alleine umsetzen musst und für die du am Ende geradestehen musst.

Mit all den Dingen wachsen wir. Zwei schritte zurück und drei nach vorne.

Nicht aufgeben, einfach weil mal jemand gesagt hat, dass bessere Zeiten kommen.

An sich glauben, sich vertrauen, stark sein, an sich wachsen.

Sei stolz darauf, wer du bist. 

Sei stolz darauf, was du geschafft hast.

Sei zuversichtlich, dass du alles schaffen kannst.

Vertraue darauf, dass am Ende immer alles so kommt, wie es kommen soll.

Schau wieder auf. Mach weiter.

Alles auf Anfang

Du könntest glücklich sein, du könntest zufrieden sein, du könntest all das wertschätzen.

Schöne Momente einfach geniessen, glücklich mit den menschen sein, die bei dir sind.

Nicht an gestern oder morgen denken, einfach im jetzt sein. 

Im hier und jetzt den kopf ausschalten und durchatmen.

Frei sein. Zu viele Gedanken bremsen dein Leben.

Menschen kommen und gehen, hinterlassen ihre spuren, ihre Fußabdrücke.

Du erfährst viel Liebe, gibst immer nur ein bisschen. Gerade so, dass keiner verhungert vor Einsamkeit.

Kannst du nicht mehr geben?
Wer hat dir das Vertrauen, die Zuneigung und deine Gefühle so verletzt, dass du deine Einsamkeit so umarmst?

Du selbst.

Wo hast du so gelernt, mit Menschen so zu leben.

Wann genau ist das passiert, was nie passieren sollte ? 

Wann hat dein Kopf so die Überhand genommen.

Wo bist du hin, du kleines ich, du Sonnenmädchen, du liebes Kind.

Mach deinen Kopf aus.

Vergiss mal was morgen kommt, vergiss mal das was war.

Versuch mal wieder zu genießen und vor allem, versuch mal wieder zu lieben.

Vor allem dich selbst! 

Fang nicht bald damit an. Sondern jetzt.

Jeden Tag ein bisschen.

Umgib dich mit Menschen, die DU lieben kannst. Nicht nur mit menschen, die dich lieben.

Ich weiß. Geliebt zu werden ist einfach. Lieben tut manchmal weh und kann schwer sein.
Aber versuch einfach zu vertrauen. Versuche die Schwächen zu lieben. Finde wieder gefallen an den Dingen, die andere an sich nicht mögen.

Vertraue auf die Zukunft.

Warte nicht, bis du alleine bist. Bis du alle und jeden verloren hast.

Du lebst nur einmal.

Also liebe immer.

Fliegen.

Eine Reise, in die ich mich gestürzt habe, in einer Zeit, in der ich Heilung finden wollte.

Du warst meine Heilung. Hast mich aufgebaut, hast mich zusammen geflickt, hast mir den Kleber gegeben um zu halten.

Hast mir die Liebe gegeben, um mich wieder selbst zu lieben.

Hast mir gezeigt, wie traurig ich sein kann, aber auch wie glücklich ich sein kann.

Hast mir gezeigt, dass Trauer und Glück so nahe bei einander liegen.

Mir gezeigt, dass der Spalt zwischen diesen Zuständen eine tiefe Schlucht ist.

In die man schneller fällt als man denkt.

Ohne Fallschirm fällt man, findet nichts zu halten, findet nichts was einen abfängt.

Und dann fällt man weiter.

Wir fallen in einer solchen Geschwindigkeit, dass wir uns gegenseitig kaum sehen, uns nicht helfen können. 

Kommt man irgendwann unten an? Kann man dann noch auf zwei Beinen stehen? Kann man noch laufen?
Oder liegt man nur da und regt sich nicht mehr. Weil man während des Falls zerbrochen ist? 

Wäre da nur eine Sache, an der wir uns festhalten könnten. Die uns abfangen würde. Würdest du uns halten?
Oder würdest du weiter mit mir fallen.

Du.

Von vorne anfangen. Ein neues Leben beginnen. Ein neuer Abschnitt. 

Für viele der größte Wunsch. Für viele ein Ausweg. Flucht. Start. Neue Aussichten. Abwechslung.

So unterschiedliche Ansichten dieses Nullpunkts. Das Leben der Vergangenheit abschließen. Kraft mitnehmen. Stärker werden. Stark bleiben. Veränderungen wahrnehmen. Sich selbst immer treu bleiben.

Der Mensch der immer bleibt bist DU selbst. Liebe dich. Akzeptiere dich. Trau dich immer wieder von vorn zu beginnen.

Du bist stark. 

zwei linke Arme

Von links nach rechts, von rechts nach links. 

Gewichte ziehen an mir, Gewichte von Päckchen die ich immer bei mir trage. Es kommen neue dazu doch es wird nicht leichter. 

Abschütteln geht nicht. Abschalten aussichtslos. 

Klarheiten sind schwerer zu fassen als jeder unmögliche Gedanke. 

Verwirrungen und unausgesprochene Worte und Gedanken stehen an der Tagesordnung ganz oben. 

Warum denkt der Kopf so viel und warum antwortet der Bauch so selten. 

Eine Liste mit Sorgen, doch keine davon will gestrichen werden. 

Immer mehr und mehr und mehr. 

Keine Rettung in Sicht. 

Ruhe. Stille. Ein Moment zum Atmen. Regen, Sonne, Meer, Freunde. Die Seele frei lassen um Atmen zu können. Um mich selbst zu fassen. Um alles abzuschütteln. Um los zu rennen. 

Wieder Kind sein. Wieder frei sein. So unbeschwert. 

Alles egal. 

Glücklich sein. 

Erwachsen werden.

Erwachsen werden.

Als kleines Kind, immer groß sein wollen. Nie Kind genannt werden wollen.

Spielen wie die großen. Lachen wie die großen, will leben wie die großen.

Das Kind ganz vergessen, immer nach dem nächsten Meilenstein gegriffen.

Kaum eine bessere Vorstellung gehabt als erwachsen sein.

Erwachsen sein.

Grade geschafft auf zwei beinen zu stehen, schon wird verlang, die Welt zu verändern.

Im letzten Moment richtig laufen gelernt und voranzukommen, schon ziehen alle seile an deinen Seiten. Beeinflussungen prasseln auf dich ein. Schubsen dich und lassen dich kaum durchatmen.

Anstatt im jetzt zu leben denkt man an die Zukunft. Fast noch mehr an die Vergangenheit.

Bereut so viel, an dem man nichts mehr ändern kann.

Das einzige was man möchte ist wieder Kind sein.

Fallen dürfen, Fehler machen ist sogar erwünscht. 

Weinen dürfen ohne Grund.

Jemand haben der kommt und dir deine Tränen weg wischt. Dir sagt du sollst wieder aufstehen.

Dir sagt du sollst weiter laufen und den Dreck der dich an den Sturz erinner abschütteln und loswerden.

Jemand der dich hält, an dem du dich halten kannst, damit du nächstes mal nicht wieder fällst und dir weh tust.

Was ist mit dem Wunsch das Leben zu überleben? – wo man doch die härteste Probe im eigenen Leben ist.

Die drei Säulen des Lebens

Geboren werden. Check. Die erste Säule besteht. Geliebt werden. Reicht die Liebe von den Eltern um auch diese Säule gleich nach der Geburt zu bestehen? Oder sucht man sein gesamtes Leben nach dieser einen Säule. Bis man sie in sich selbst entdeckt? Die Liebe zu sich selbst. Ist es das was die Seele braucht, bevor sie weiter zieht? Oder ist es die unendliche unbeschreibliche Liebe zu einem menschlichen oder nicht menschlichen Lebewesen. 

Einmal gelebt haben. Aber wie definiert man „gelebt haben“ ist es das Leben was in Deutschland üblich ist ? Arbeiten, Familie, heiraten, Haus, Rente(wenn überhaupt), usw.?  Oder ist es das was man das „leben spüren“ nennt. Das auf einem Berg stehen und die Luft einatmen, sich frei fühlen und das Gefühl zu haben dass einen niemanden stoppen kann. Das Adrenalin im Leben spüren wenn man als Kind mit einem selbst gebastelten Fallschirm von einem kleinen Hügel hüpft. Oder im Regen auf dem Misthaufen steht weil man noch wachsen will. Die Hoffnung in ein „es“ haben was jeder anders benennt aber niemand beweisen kann was es wirklich ist. Was ist denn das Leben. Diese Frage muss wohl jeder für sich selbst beantworten.  

Die letzte Säule. Das sterben. Ist es die Seele welches die Menschen in dieses Licht bringt ? Wird der Körper leichter? Wer sagt, dass ein Mensch nicht mit einer Seele sterben kann. Wenn beide alles zusammen erlebt haben. Das warme Gefühl in der Brust was man hat wenn man die Hand darauf legt. Ist es die Seele ? Ist es eine kleine alte Frau die gerade strickt und in ihrem Schaukelstuhl sitzt oder ist es ein kleiner aufgeweckter Junge der nicht genug vom Abenteuer haben kann? 

Das ist alles was uns ausmacht. Man kann innerlich beides sein. Der kleine Junge und die alte Frau. Man sollte keine Eigenschaft beider verlieren und vor allem sollte man niemals dieses Gefühl zu sich selbst verlieren. Dieses warme Gefühl wenn man mit der Hand auf der Brust auf diesem Berg steht, die Wärme, den Herzschlag und sein eigenes Leben spürt.